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Hilfe bei seltener Krankheit

Fördermitglied im Bundesverband Deutsche Guillain-Barré-Syndrom-Vereinigung e. V. wurde die Klinik für Neurologie des SRH Wald-Klinikums. Chefarzt Dr. Roger Schubert traf sich zur Vertragsunterzeichnung mit dem Vorstandsvorsitzenden Peter Schmeißer im Büro der Selbsthilfegruppe, die seit jüngster Zeit ihren Sitz in der Geraer De-Smit-Straße 8 hat.

GBS ist eine extrem seltene Nervenerkrankung. Dabei wird durch eine Autoimmunreaktion das Nervensystem praktisch von körpereigenen Abwehrzellen zerstört. Es kommt zu Lähmungserscheinungen der Gliedmaßen, zu Atemstörungen, die eine künstliche Beatmung notwendig machen, bis zu Herzversagen. Eine Intensivtherapie in den ersten Tagen ist lebensnotwendig. Die Krankheit kann durch einen vorangegangenen Infekt unbemerkt ausgelöst werden. Das Warum ist dabei noch völlig ungeklärt.
Der 1990 gegründete Bundesverband arbeitet als gemeinnütziger Verein mit rund 550 Mitgliedern bundesweit. Peter Schmeißer aus Gera, der selbst betroffen ist, wurde Ende 2009 zum neuen Vorsitzenden gewählt. Ihm lag es am Herzen, dass der Bundesverband, der zuvor in Sinsheim-Hilsbach seinen Sitz hatte, nach Gera umzieht. Von hier aus agiert nun der Verein bundesweit. „Wir sind Ansprechpartner für Betroffene in der Akutphase, der Rehabilitationsphase und in der Zeit nach der Entlassung aus der Rehabilitationsklinik, aber auch für Angehörige“, beschrieb er die Aufgaben. Gerade die Familienmitglieder seien oftmals überfordert, besonders wenn es bei den Krankenkassen um den Kampf um Hilfsmittel und Therapien ginge. Peter Schmeißer steht den Erkrankten und ihren Angehörigen beratend zur Seite. Aber er weiß auch aus eigener Erfahrung, dass eine Therapie allein nicht ausreicht, um wieder in das normale Leben zurückzufinden. Er selbst, der bis zum Hals gelähmt war, beatmet werden musste und einen Herzschrittmacher eingesetzt bekam, habe drei Jahre gebraucht, um gegen die Krankheit anzukämpfen. Jeden Tag trainiert er die Muskeln, und ist mit seinem Rollator schon 860 Kilometer gelaufen. Morgens läuft er bei Wind und Wetter seine 4.000 Meter.
„Ich bewundere diese ungeheure Energie, die dahinter steckt“, staunt Dr. Schubert. Aber er wisse auch, dass es chronisch Kranke nicht leicht haben. Umso mehr schätze er die Arbeit der Selbsthilfegruppe. Sie könnte unendlich viel für die Betroffenen tun, ihnen Halt und Unterstützung geben. Dr. Schubert, der von nun an dem wissenschaftlichen Beirat des Bundesverbandes angehört, ist der Ansprechpartner für die medizinische Beratung. Die Klinik hat der Selbsthilfegruppe, die sich nur aus Spenden und den Mitgliedsbeiträgen trägt, auch finanzielle Unterstützung zugesagt.

 

Fitnessübungen für Rollstuhlfahrer

Übung 1:

Strecken Sie zunächst Ihre Arme nach oben aus.Strecken Sie dann Ihre Arme immer abwechselnd, den Oberkörper überkreuzend, zur jeweils entgegengesetzten Seite aus. Die Hände sind dabei locker und entspannt, der Oberkörper folgt den Bewegungen der Arme.

               

Übung 2:
Strecken Sie als nächstes Ihre Arme über Ihren Kopf. Beugen Sie dann gleichzeitig beide Arme, bis die Hände fast die Schultern berühren und strecken Sie sie wieder; usw., beugen, strecken, beugen…

       

Übung 3:
Halten Sie nun die Arme paralell zum Boden und beugen und strecken Sie sie im Ellenbogengelenk. Die Hände sollten sich dabei stets etwas oberhalb Ihres Schulterniveaus befinden.

       

Übung 4:
Ziehen Sie zunächst die Schultern fünfmal einzeln nach oben in die Richtung der Ohren unhd dann noch zehnmal gemeinsam. Lassen Sie dabei die Arme hängen und entspannen Sie die Finger.

               

Übung 5:
Nehmen Sie einen Ball in beide Hände. Strecken Sie dann Ihre Arme nach oben über den Kopf. Beugen Sie sich nach vorne. Beachten Sie das der Rücken gerade bleibt. Wiederholen Sie dies mehrmals.

               

Hinweis:
Um sich die Übungen zu erschweren kann auch mit leichten Gewichten gearbeitet werden, z.B. mit Handeln.


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