Aktuelles: Tätigkeitsbericht Mai 2006
von Karl-Heinz Fischer (2. Vorstand)

Sehr geehrte Mitglieder, ich hoffe, dass es Sie weiterhin interessiert, was wir hier in Hilsbach seit dem Erscheinen des GBS-Magazins 1/2006 gearbeitet bzw. unternommen haben. Zuerst das Positive: Die teilweise langen Bemühungen um Einrichtung von Rehazentren scheinen gefruchtet zu haben oder anders ausgedrückt, lasst uns nicht nur reden, sondern handeln. Am Montag, dem 20.03.06, waren wir nach Mannheim zu einem Symposium der Metropolregion Rhein/Main/Neckar mit hochkarätiger Besetzung geladen mit dem Arbeitsminister, Herrn Müntefering, Herrn Voscherau, den Sozialministerinnen Frau Dr. Lohse, Frau Dreyer, Frau Lautenschläger und Frau Dr. Stolz sowie Herrn Weise von der Bundesanstalt für Arbeit. Die Podiumsdiskussion ergab neue interessante Einblicke aus der Sicht der Politiker zum Thema Gesundheitswesen und der Arbeitsplatzsituation. Dienstag, den 28.03.06, gegen 14 Uhr, sind Herr Bartel und ich in Magdeburg bei der Familie Leinung angekommen. Herr Leinung kam uns mit seinem Rollstuhl entgegen. Man konnte seine Freude spüren, dass er endlich nach so langen Klinikaufenthalten wieder zu Hause ist, wenn auch mit 24-stündiger Pflegebetreuung und dem Wissen, dass noch ein langer Weg vor ihm liegt bis zur Wiedergesundung und Arbeitsfähigkeit. Gegen 18 Uhr trafen wir uns mit Herrn Voß, Mitglied des Vorstandes der BKK, im Hotel und besprachen verschiedene Probleme. Am nächsten Vormittag von 8,30 Uhr bis 10 Uhr wurde mit den Herren Voß, Professor Schönle, Professor Windeler, stellv. Geschäftsführer des MDS, sehr intensiv über die Möglichkeit der Einrichtung und Finanzierung von Rehazentren bzw. Studien mit Immunglobulinen in der Reha-Therapie diskutiert. Als Konsens konnten wir erreichen, dass Herr Professor Schönle die rechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen hierfür prüfen wird. Anschließend ging unsere Fahrt weiter nach Bad Liebenstein zu Herrn Dr. Bennefeld. Hier herrschte, wie schon bei unserem ersten Besuch, eine angenehme Atmosphäre. Unser Mitglied, Herr Keilbach aus Ketsch, erhielt zurzeit eine Rehahmaßnahme in dieser Klinik. Zum Abendessen kam noch unser Mitglied, Herr Kowalski mit Lebenspartnerin hinzu und konnte Herrn Dr. Bennefeld ausführlich seine Beschwerden bzw. Restschäden schildern. Herr Dr. Bennefeld vereinbarte gleich einen Termin mit ihm für eine Nachuntersuchung. Am Donnerstag, nach einem längeren Gespräch mit Dr. Bennefeld und seinem Kaufmännischen Leiter der Klinik, Herrn Mockry, sind wir am späten Nachmittag nach 1160 km in Sinsheim wieder angekommen. Im Büro wurden die Arbeiten über eine Informationsmappe für die Rehazentren in Angriff genommen. Herr Bartel benutzt das Laufband nach der Reduzierung der Laufgeschwindigkeit täglich und es lässt sich eine Verbesserung des Laufens und der gesamten Muskulatur feststellen. Am 25.04.06 wurden alle Mitglieder des Ausschusses für Gesundheit in Berlin angeschrieben und am 11.05. alle Abgeordnete des Deutschen Bundestags, insgesamt kamen 614 Briefe zum Versand. Beide Briefe sind im Magazin abgedruckt.

.v.l. Dr. Bennefeld, Dr. Fischer, Dr. Bülau,
Dr. Peterson, v.r. K.-H. Bartel
Für Samstag, den 29.04.06, erhielten wir eine Einladung zu einem Seminar in die Rehaklinik Klausenbach im Schwarzwald über die Matrix-Therapie. Die Zellbiologie lehrt, dass alle Zellen des Körpers in die extrazelluläre Matrix (Flüssigkeit) eingebettet sind und ihre Funktion und Leistungsfähigkeit von deren Zustand abhängt. Wir waren von den Therapiemöglichkeiten überrascht. Auch hat uns Herr Dr. Dickreiter mehrere Patienten vorgestellt, bei denen die Therapie mit großem Erfolg angewandt wurde. Wir werden diesen Therapieweg weiter verfolgen und versuchen, verschiedene GBS-Betroffene in die Klinik einweisen zu lassen, um zu testen, ob die Therapie auch einen positiven Erfolg bei GBS hat. Einen Bericht von Dr. Dickreiter veröffentlichen wir in diesem Magazin. Auch Dr. Gammel von der MSE- Pharma, der Hersteller von Q10 ist, findet diese Therapie mit Unterstützung von Q10 als erfolgversprechend. Am 12.05.06 erhielten wir Besuch von Herrn Schachtler, Produktmanager Immunglobuline der Firma Baxter. Er stellte uns die neuen Immunglobuline von Baxter vor und versicherte uns die Unterstützung der Firma bei unseren Bemühungen wegen Rehazentren und der Immunglobulin-Therapie in der Reha. Am Mittwoch, dem 17.05.06, endlich, trafen wir uns mit Herrn Professor Bülau, den Herren Dr. Peterson, Dr. Fischer und Dr. Bennefeld in Sinsheim-Hilsbach, um die ersten Schritte für die Errichtung von Rehazentren festzulegen. Es wurde intensiv diskutiert und festgelegt, nach welchen Kriterien die Behandlung von GBS- Patienten in der Reha mit IVIG erfolgen soll, auch, dass es nicht bei den vorläufigen drei Kliniken bleiben soll. Bei diesen Gesprächen kam die Anregung, die Selbsthilfegruppe umzubenennen, damit nach außen stärker die bundesweite Vertretung dokumentiert wird. Um die Kostenträger von der Notwendigkeit der Rehazentren zu überzeugen, sind bestimmt noch sehr viele Gespräche und Briefe notwendig, was uns nach dem bisher Erreichten bestimmt nicht bange machen lässt. Samstag, den 13.05.06, erlebten wir in Frankfurt-Niederrad einen Vortrag über das spannende Thema der Glykonährstoffe von Herrn Dr. Steve D. Nugent, Präsident des internationalen Komplementärmedizinverbands, ein Wissenschaftler aus Amerika. Es wurde simultan übersetzt. 1999 bekam Professor Günter Blobel den Nobelpreis für Medizin über die Basisforschung in Glykobiologie. 2003 wurde die Wissenschaft der Glykonährstoffe als eine der Top 10 aufkommenden Technologien gelistet, die die Welt verändern werden. (Massachusetts Institute of Technology). Glykonährstoffe sind natürliche Nahrungsmittel, die eine pharmakologische (heilende) Wirkung haben zur Vorbeugung, Therapie und Immunstärkung. Glykonährstoffe sind dabei, die Medizin zu revolutionieren, weil sie unter anderem den Körper in die Lage versetzen, schneller und gezielter zu reagieren, wenn Krankheitserreger eindringen wollen, ein überaktives Immunsystem harmonisieren und damit Allergien und Autoimmunkrankheiten zum Abklingen bringen sowie die Kommunikation der Zellen untereinander steuern. Wir werden in diesem und in den nächsten Magazinen darüber weiter berichten. Da die Produkte aus Amerika und England kommen und diese nur über Netzwerk Marketing vertrieben werden, ist es momentan noch etwas kompliziert. Bei Bedarf werden wir einen Weg finden, um auch hier zu einer Lösung zu kommen. Am Freitag, dem 19.05.06, starteten wir früh zu Dritt, Frau Bartel, Herr Bartel und ich, bei schlechtem Wetter in Richtung Bochum zu Herrn Professor Przuntek, Uniklinik Bochum, der uns erwartete. Er hat sich sehr viel Zeit für uns genommen, mehr als 3 Stunden. Sein Nachfolger, Herr Professor Gold, war im Haus und wir konnten mit ihm unsere Vorhaben über die Einrichtung von Rehazentren besprechen. Professor Przuntek hat unser Bestreben mit den Zentren, der Matrixtherapie – er will ein Gerät in seiner Klinik testen – für sehr gut befunden und war auch an Unterlagen über die Glykonährstoffe interessiert. Im Hotel, obwohl das Zimmer rollstuhlgerecht sein sollte, musste erst ein Sideboard abgebaut werden, damit Herr Bartel mit seinem Rollstuhl ins Bad kam. Samstag um 12 Uhr begann der 1. Internationale Brottrunk-Kongress in Nordkirchen/Westfalen. Durch die starke Nachfrage wurde der Kongress- ort eine Woche zuvor nach Nordkirchen verlegt, der von den Herren Professor Hademar Bankhofer und Sven-David Müller-Nothmann, beide bekannt durch vielfältige Gesundheitssendungen im Fernsehen, straff und professionell geleitet wurde. Die Referenten waren alle hochkarätig und brachten ihre Themen und Heilerfolge mit Brottrunk sehr verständlich und anschaulich der gespannten Zuhörerschaft nahe. Wir waren überrascht, wie schnell die Zeit verging und es ist schon auf 22 Uhr zugegangen, als wir im Hotel ankamen. Sonntag, nach ausgiebigem Frühstück und Broteinkaufen in einer Bäckerei von Kanne, das noch wie vor 100 Jahren gebacken wird, ging die Fahrt ohne Probleme zurück nach Hilsbach.
Montag, dem 22.05.06Als Anerkennung unserer Arbeit überbrachte
uns Herr Hockenberger von der DAK einen
Scheck über 9.000.- Euro.
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