Aktuelles: Gesprächskreis Hamburg

Von Bettina Blume Per Rauchzeichen, berittenem Boten oder per e-mail – auf irgendwelche wundersame Weise finden die Ausführungen unserer fachkundigen und einfühlsamen Gesprächspartner doch hin und wieder ihren Weg ins GBS-Magazin. Denn vor allem die munteren Diskussionen mit Hamburger Fachärzten, wie in den letzten Monaten mit Dr. Dietrich Schwandt, seines Zeichens leitender Oberarzt der Neurologie an der Asklepios-Klinik Altona, bleiben ein besonderer Glücksfall für uns Betroffene. Nun mögen Nichtdabeigewesene einwenden, bei unseren Themen handele es sich sicher um ganz spezielle und deshalb überaus persönliche Fälle, die eigentlich niemand Dritten etwas angehen. Gegen derartige Argumente sprechen vor allem zwei Dinge: zum einen wird zwar die jeweilige Causa in einem größeren Kreis von etwa vierzehn Anwesenden erörtert – aber selbstredend hinter verschlossener Tür; zum anderen war dabei bislang kaum ein Punkt zu speziell, um vom Gros der Gruppe nicht dankbar als Information angenommen zu werden. Da sind zum Beispiel die Ausführungen zum Stichwort "Immunglobuline". Dr. Schwandt berichtete von einem inzwischen nicht mehr vorhandenen Immunglobulin-Engpass auf dem internationalen Markt, der aus der Tsunami-Katastrophe von 2004 resultierte. Infolge des damals riesigen Spendenaufkommens aus aller Welt, sahen sich die betroffenen Länder in die einmalige Lage versetzt, im großen Stil Medikamente rund um den Globus einzukaufen. Also auch Immunglobuline. Inzwischen sind sie zwar wieder in größerem Umfang verfügbar - dafür aber teurer, als zuvor. Uns erinnerte das ein wenig an den internationalen ölpreis . . .
Oder das Stichwort "Osteoporose-Risiko".
Eine Folge unserer Erkrankung ist ja leider in vielen Fällen die Immobilität, die eingeschränkte Beweglichkeit. Man möchte so gern, doch man kann ja nicht. Jammerschade, denn das erhöht das Osteoporose-Risiko. Apropos, Fachausdrücke: sie sind nun mal notwendig, wenn wir miteinander diskutieren. Nur keine Scheu davor, denn viele von uns, denen viele medizinische Begriffe fremd waren, wissen inzwischen damit umzugehen. Und wenn nicht, lässt sich das eine oder andere ja immer erklären – zum Beispiel im GBS-Magazin.Vielleicht sogar in einer ständigen Rubrik? Wer hat Ideen?
Da gäbe es noch etwas, das sicher nicht nur unseren Hamburger Kreis interessiert. Viele kennen sicherlich das Medikament Neurontin bzw. Gabapentin gegen Nervenschmerzen. Zur Information: seit September 2004 ist – mit dem Wirkstoff Pregabalin – zusätzlich das Medikament Lyrica für die Behandlung peripherer neuropathischer Schmerzen zugelassen.Haben Sie Schwierigkeiten von Ihrem behandelnden Arzt Rezepte für Krankengymnastik und Ergotherapie zu bekommen?
Ein Tipp:GBS gehört zu den Krankheiten, die "außerhalb des Regelfalls" liegen, und somit belasten die Verschreibungen nicht das Budget des Arztes. Solche und andere Dinge erfahren Sie in unserem Gesprächskreis. Das ist nicht nur hilfreich, sondern manchmal auch richtig spannend.
Ältere Beiträge aus der Rubrik »Aktuelles«
- Hochkonzentrierte intravenöse Immunglobuline
- Hamburger Kreis
- Gesundheitsreform
- Bettina Blume
- 15 Jahre GBS-Selbsthilfegruppe
- GBS-Kongress Oktober 2006
- Tätigkeitsbericht Mai 2006
- Tätigkeitsbericht März 2006
- Spontane Heilung - Gesund durch Gedanken
- Rossini-Festwochen
- Berliner Protokoll/Unsere Rundschreiben
- Neue Heilmittelrichtlinien
- DRG´s
- Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Dr. Peterson
- Der wissenschaftliche Beirat











